Förderverein der BiologieOlympiade e.V.

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20. Juni 2022 — Anfang Juni trafen sich die 13 besten Schüler*innen in Kiel zur letzten Auswahlrunde der BiologieOlympiade.

Endlich wieder in Präsenz! Wie bei vielen Veranstaltungen dieses Jahr, traf das auch für die vierte Auswahlrunde der BiologieOlympiade zu, die dieses Jahr wieder vor Ort in Kiel stattgefunden hat. Vom 06. – 10. Juni fanden sich die 13 besten Teilnehmer*innen zusammen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und das Nationalteam auszuwählen.

Nach einem Kennenlernen am Montag begann der Dienstag gleich mit der berüchtigten Physiologieklausur. Es wurde titriert, reagiert und gemessen. Und so vergingen die drei Stunden im Flug. Anschließend mussten die Schüler*innen in der Zoologie unter Beweis stellen, dass sie mit der Anatomie der Regenwürmer vertraut sind – auch durch Sezieren. Außerdem durften sie sich im Bestimmen von zoologischen Präparaten üben. Am Abend lauschten sie, wie am Abend davor gespannt gegenseitig ihren Vorträgen zu diversen Themen von Zellzyklus, über Hormone bis hin zur Fortpflanzung von Pflanzen. So neigte sich dann auch schon der erste Tag dem Ende zu.

Am Mittwoch standen nun die theoretischen Klausuren an. Hier mussten die Teilnemer*innen sich diversen Fragen zu Chromosomenaberrationen, Verhaltensbiologie oder Ηaplotypen stellen und diese unter Zeitdruck bearbeiten, auch wenn mehr als drei Stunden Zeit zur Verfügung standen. Im Anschluss durften sie sich in der Bioinformatikklausur mit state-of-the-art Forschung befassen und konnten die Feinheiten von moderner Genomsequenzierung kennenlernen. Am Abend stand dann nach einer letzten Reihe an Vorträgen noch eine nächtliche Klausur zu den Vorträgen der letzten Tage an und dann endete der Tag für alle.

Donnerstags standen dann die Physiologie- und die Botanikklausur auf dem Programm. Hier mussten Proteine aufbereitet, extrahiert und die Ergebnisse ausgewertet werden. In der Botanik hingegen mussten mikroskopische Präparate hergestellt, Blüten bestimmt und auch eigene Experimente durchgeführt werden.

Und so schnell waren dann auch alle Klausuren rum und alle ließen den Abend beim Bowling und beim Wettessen im legendären Wang Su ausklingen. Alle eiferten hier den historischen Rekorden aus Vorcoronazeiten bei den Tellern am All-You-Can-Eat nach, diese wurden dann aber doch nicht gebrochen.

Der letzte Tag der Auswahlrunde, der auch der erste ohne eine Klausur war, startete angenehm mit einem Besuch des Escape-Rooms. Hier kamen alle auf ihre Kosten und es stand einmal nicht die Biologie im Zentrum. Doch nach der Freizeit kam nochmals etwas Biologie auf alle zu, da die letzten Klausuren nachbesprochen wurden.

Bevor die Schüler*innen ausgezeichnet wurden, gab es eine kleine Überraschung und ein first für die Olympiade. Die Teilnehmer*innen selbst zeichneten die schwersten und anspruchsvollsten Klausuren aus. Vor der darauffolgenden Preisverleihung war die Vorfreude bei allen groß, schließlich sollte sich jetzt endlich herausstellen, wie die Klausuren wirklich gelaufen sind. Die ersten vier Plätze für das Nationalteam errungen haben:

Ganz unabhängig von der Platzierung war diese Woche eine wunderbare und bereichernde Erfahrung. Nach zwei Jahren von digitalen Auswahlrunden, konnten sich die Schüler*innen endlich wieder in Kiel treffen, alte Traditionen, wie das Essen bei Wang Su wiederbeleben und neue begründen. Neben der Platzierung ist letztendlich die intellektuelle und soziale Bereicherung, die alle erfahren durften von unglaublichem Wert.

Weitere Informationen: David Sauer,

Bericht des IPN: https://www.ipn.uni-kiel.de/de/das-ipn/nachrichten/das-deutsche-nationalteam-fuer-die-internationale-biologieolympiade-2022-steht-fest